Mittwoch, 6. Mai 2009

Immer wieder Usain Bolt

Erst konnte sich der Sprinter von der Haschisch-Insel über olympisches Gold freuen, nun über einen exklusiven Werbevertrag mit dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Auf den Internetseiten der auflagenstärksten Tageszeitung Deutschlands wirbt 'Lightning' Bolzen nun erstmals für die Abwrackpräme. Dort ist Bolt 'The Bolt' Bolt zu sehen, wie er die von Ubuad Rataras geklaute gestiftete und der First Church of the Brimful Ashtray für seine sportlichen Verdienste verliehene bayrische Nobelkarosse gegen einen kostengünstigeren und umweltfreundlicheren Kleinwagen vom Typ smart eintauscht. Weiterlesen!

Montag, 12. Januar 2009

BArvo pop: Musikerportrait

Auch wenn die deutsche Musikgruppe Die Ärzte für sich den Titel der "besten Band der Welt" beansprucht, dürfte spätestens nach einer Hörprobe von etwa 3,2 Sekunden klar sein, dass es sich hierbei nur um Ironie handeln kann.
Die Beatles etwa, oder auch die Rolling Stones, machten nicht nur die eindeutig bessere Musik, sondern waren darüber hinaus ungleich erfolgreicher als die Punker aus Berlin. Es gibt also auch am Bandhimmel Stars und Sternchen, aber da ist auch noch etwas anderes, etwas größeres, leuchtendes: Die Sonne.
BArvo pop stellt in einer mehrteiligen Serie mit neuem, bislang unveröffentlichten Fotomaterial die nicht nur beste sondern auch "lauteste Band des Universums" vor: DISASTER AREA.

Die Anfänge:

1982 Auf der Weltausstellung in Knoxville, Tennessee präsentiert Joe "IQ" Myers in der Kuppel der Sunsphere den D.A.W.U.E. 1.0, den ersten Musikcomputer der Welt, der nebenbei auch noch Snacks und Heißgetränke zubereiten kann.
Im selben Jahr sorgt ein junger Mann beim alljährlich in Belgrad ausgetragenen Yugovision Song Contest für Furore: Pero Drekavac, die Nachtigall von Priština, gilt unter Fans und Experten als das größte Gesangstalent auf dem Balkan.

(Myers und der D.A.W.U.E., Sunsphere, Drekavac)

1983 Die Hip Hop-Welle schwappt aus New York langsam auch auf Europa über: in Paris macht Jean-Paul Téddôt aka MC Lunaar nicht nur mit der Single 'Full Moon' von sich reden, in einem langwierigen Rechtsstreit mit Gilbert Bécaud erwirkt er außerdem die alleinigen Nutzungsrechte am Namen "Monsieur 100.000 Volt".

(Pariser Szene '83, Téddôt, Hit-Single 'Full Moon')

1984 Angewidert von der ZDF-Hitparade, beschließt Myers mithilfe seines D.A.W.U.E. Chris de Burgh und Nino de Angelo endgültig aus den Charts zu vertreiben. Da IQ-Joe selbst jedoch das Rampenlicht scheut, startet er im türkischen Staatsfernsehen eine große Casting-Show, um seinem noch namenlosen Musikprojekt ein Gesicht zu geben. Neben Pero Drekavac und Jean-Paul Téddôt macht der Pole Pjotr "Pete" Rubinsky das Rennen; der ehemalige Türsteher der Katowicer Oper hatte sich kurz zuvor mit den weiblichen Mitgliedern des Orchesters sowie einigen Musikinstrumenten in den Westen abgesetzt.

(Castingshow, Rubinsky, junge Polinnen)

1985 Nach den Präsidentschaftswahlen in Portugal stürmt ein junger Politaktivist das Parlament und trägt Battle Rhymes gegen Regierung und Opposition vor. Rubinsky und Myers sind derart begeistert, dass sie Michel Manfredo Jésus María da Cocabanana unverzüglich ins Boot holen.
Da Cocabanana, der sich wenige Monate später beim vergeblichen Versuch die Minibar zu öffnen einen Fingernagel abbricht, gerät daraufhin derart in Rage, dass er sein Hotelzimmer in Port-au-Prince komplett verwüstet. Der Anblick des Durcheinanders inspiriert Drekavac spontan zum Bandnamen Disaster Area.
Im Winter des Jahres kommt es zu einem tragischen Zwischenfall: Myers baut sich während der Installation einer Holokarte selbst in den D.A.W.U.E. ein. Um die Funktionstüchtigkeit des Rechners auch weiterhin zu gewährleisten, beschließen die restlichen Bandmitglieder jedoch ihn nicht zu befreien.

(Myers (li.), da Cocabanana und Rubinsky, Hotelzimmer, Drekavac)

1986 Kurz nach dem Jahreswechsel erscheint trotz Myers' Protesten, der sich durch den von da Cocabanana vorgeschlagenen Titel diffamiert fühlt, das Debütalbum 'Monk Machine'. Die erste Single-Auskopplung 'Ape me!' erreicht in Nicaragua, Guatemala und Andorra auf Anhieb den ersten Platz.

(Myers im D.A.W.U.E., da Cocabanana, Debütalbum 'Monk Machine')

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe von BArvo pop den zweiten Teil der großen D.A.-Chronologie. Weiterlesen!

Sonntag, 11. Januar 2009

Press Preview

Demnächst auf Brimful Ashtray:

DAS Magazin für Jugend- und Musikkultur.


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Donnerstag, 21. August 2008

Bravo, Usain Bolt...

...ob Sie mit Yam-Wurzel oder mit Steroiden vollgepumpt waren ist mir herzlich egal, denn: Wo fängt Doping an? Wenn man erwischt wird, oder wenn man besser ist? War Dzingai gedopt, um Malcolm hinter sich zu lassen, hat er als Teenager Spritzen bekommen, um irgendwann in der Weltspitze mitzulaufen, hat er die Kontrolleure ausgetrickst? Es interessiert scheinbar keinen großen oder kleinen Geist. Ihre Leistung, Herr Bolt war, selbst wenn Sie high wie eine karibische Lachmöwe gewesen sein sollten, fantastisch und ein tolles Erlebnis.
Vor jammernden "Sportsmännern" und "fachmännischen" Internet-Kommentaren werden Sie bestimmt gefeit sein. Und wenn die ganze Welt gelb, grün und schwarz vor Neid wird, sehen sie es doch als nationalen Triumph. Jetzt gilt: bloß nicht mit der falschen Zahnpasta erwischen lassen, für die nächsten zwei Jahre etwa, bis dahin haben Sie sich Ihre Lebensleistung bestimmt schon vergolden lassen. Die ich persönlich wertschätze, ganz einfach, weil ich nicht so schnell laufen kann.

Glückwunsch

von Pete Rubinsky

*Kommentar kopiert von Sport1.de*
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Freitag, 27. Juni 2008

Style-Street No. 1

Meine Adresse. Im Ernst, liebe Leser. Vor knapp zwei Monaten (Link anklicken, oder - noch einfacher - unten stehenden Beitrag konsultieren) erhielt ich schon jenes Zeichen, die beinahe Gewissheit, dass die Götter der Haute Couture meiner Straße wohlgesonnen scheinen. Das Stichwort lautet diesmal "gelbes Muscle-Shirt".

Er trägt es, dieser Nachbar von schräg gegenüber. An sich keine große Sache, aber ergänzend muss hinzugefügt werden, dass er dafür geradezu auserkoren ist: Ende 50, kreidebleich und Bierbauch. Natürlich, und vor allem in Zeiten großer internationaler Fußballturniere, mögen diese oder ähnliche Erscheinungen des öfteren den Weg des aufmerksamen Beobachters kreuzen, aber mein Nachbar trägt nicht nur die Oberbekleidung, sondern fährt auch das passende Vehikel.
Im selben Post-Alarm-Spielkonsolen-Sesamstraßen-Gelb wie das Leibchen ist auch der fahrbare Untersatz gehalten: eine brandneue Corvette, aus deren Kofferraum der gute Mann mindestens einmal pro Woche den verräterisch-blauen Kasten Bier der Brauerei aus Oettingen zutage fördert.
Das Sahnehäubchen natürlich zum Schluss. Mann und Bierkiste verschwinden in exakt jenem Haus, an dessen Fassade bis vor einiger Zeit noch ein Metallschild den Firmensitz von Sunrise Video Productions ausgewiesen hat.
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Sonntag, 6. April 2008

Manta 2.0

Ich hätte niemals gedacht, dass es Cowboystiefel auch in der Hausschuhvariante gibt. Nun bin ich schlauer, denn dieser Peter Maffay-Verschnitt gestern Nachmittag hat mich eines Besseren belehrt. Seelenruhig, ein Kippchen zwischen den Lippen wartete er auf der anderen Straßenseite vor dem chinesischen Waschsalon - vermutlich auf seine Koch- oder Buntwäsche. Stilecht, mit Vokuhila, Pornobalken und besagtem Schuhwerk, dessen Existenz ich nicht für möglich gehalten hätte: hoher Absatz, lange Spitze und Leder mit Ziernaht - aber als Pantoffel eben, und - leider - ohne Sporen. Mein anfängliches Schmunzeln wich schnell einer Art von stillem Respekt, denn der, dachte ich mir, der zieht auch sein Ding durch.
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Dienstag, 8. Januar 2008

Das Bild der Woche



Roland Koch auf dem Weg in den hessischen Landtagswahlkampf.

Munter durchstreift Schweinchen Rolli derzeit den Landstrich zwischen Main und Fulda, steckt sein Rüsselchen mal hierhin und mal dort hinein, immer auf der Suche nach neuen Wählern. Für die hat sich das kleine Ferkelchen auch so einiges ausgedacht und putzige Plakate mit dem Ringelschwänzchen gepinselt: "Sicher leben" ist darauf etwa zu lesen - wer möchte schon auf der stetigen Flucht vor der Metzgerinnung leben? - oder "Erfolge ausbauen", wie zum Beispiel den spektakulären Trüffelfund im letzten Frühjahr.
Mit dem eigens ausgedachten Motto "Mutig. Modern. Menschlich." hat sich der kleine Paarhufer allerdings etwas vertan, denn "Schweißig. Schwartig, Schweinisch." hätte nicht nur viel niedlicher geklungen, sondern eigentlich auch noch besser gepasst.
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